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PARTX(8) System-Administration PARTX(8)

partx - Teilt dem Linux-Kernel die Verfügbarkeit und Nummerierung der Partitionen auf Platten mit

partx [-a|-d|-P|-r|-s|-u] [-t Typ] [-n M:N] [-] Platte
partx [-a|-d|-P|-r|-s|-u] [-t Typ] Partition [Platte]

Nach Angabe eines Gerätes oder Festplatten-Images versucht partx die Partitionstabelle einzulesen und deren Inhalt anzuzeigen. Optional kann es Partitionen hinzufügen oder entfernen.

Das Argument Platte ist optional, wenn eine Partition angegeben wird. Um eine Partition so einzulesen, als ob sie eine ganze Festplatte wäre (um beispielsweise eingebettete Unterpartitionen anzeigen zu lassen), verwenden Sie »-« als Argument. Beispiel:

partx --show - /dev/sda3

Dadurch wird sda3 als Gesamtlaufwerk und nicht als Partition betrachtet.

Dies ist kein fdisk-Programm! Das Hinzufügen und Entfernen von Partitionen ändert nichts am Laufwerk, es wird lediglich dem Kernel die Präsenz und Nummerierung der Partitionen auf dem Laufwerk mitgeteilt.

-a, --add
fügt die angegebenen Partitionen hinzu oder ermittelt den Inhalt des Laufwerks und fügt alle Partitionen hinzu.
-b, --bytes
gibt die Spalte GRÖSSE in Bytes anstatt in einem menschenlesbaren Format aus.
-d, --delete
löscht die angegebenen Partitionen oder alle Partitionen.
-g, --noheadings
gibt mit --show oder --raw keine Kopfzeile aus.
-l, --list
listet die Partitionen auf. Beachten Sie, dass sich alle Zahlenangaben auf die Anzahl der 512 Bytes großen Sektoren beziehen. Bitte verwenden Sie dieses Listenformat nicht in neuen Skripten, da das Ausgabeformat von --show in jedem Falle vorzuziehen ist.
-n, --nr M:N
gibt den Bereich der Partitionen an. Zwecks Abwärtskompatibilität wird auch das Format M-N unterstützt. Der Bereich darf negative Zahlen enthalten, zum Beispiel bezeichnet --nr -1:-1 die letzte und --nr -2:-1 die letzten beiden Partitionen. Folgende Bereichsangaben werden unterstützt:
M
gibt genau eine Partition an (z.B. --nr 3).
M:
gibt nur die untere Grenze an (z.B. --nr 2:).
:N
gibt nur die obere Grenze an (z.B. --nr 4).
M:N
gibt die untere und obere Grenze an (z.B. --nr 2:4).
-o, --output Liste
gibt die für die Ausgabe von --show, --pairs und --raw zu verwendenden Spalten an. Falls keine Ausgabeanordnung angegeben ist, wird die Vorgabe verwendet. Mit --help erhalten Sie eine Liste aller unterstützten Spalten. Diese Option kann nicht mit --add, --delete, --update oder --list kombiniert werden.
--output-all
gibt alle verfügbaren Spalten aus.
-P, --pairs
veranlasst die Ausgabe der Partitionen im Format Schlüssel="Wert".
-r, --raw
verwendet das Rohformat für die Ausgabe der Partitionen.
-s, --show
listet die Partitionen auf. Die Ausgabespalten und deren Anordnung kann mit der Option --output beeinflusst werden. Alle Zahlenangaben (außer GRÖSSE) beziehen sich auf 512-Byte-Sektoren.
-t, --type Typ
gibt den Partitionstabellentyp an.
--list-types
listet unterstützte Partitionstypen auf und beendet das Programm.
-u, --update
aktualisiert die angegebenen Partitionen.
-S, --sector-size Größe
überschreibt die Standard-Sektorgröße.
-v, --verbose
aktiviert den ausführlichen Modus.
-V, --version
zeigt Versionsinformationen an und beendet das Programm.
-h, --help
zeigt einen Hilfetext an und beendet das Programm.

partx --show /dev/sdb3
partx --show --nr 3 /dev/sdb
partx --show /dev/sdb3 /dev/sdb
Alle drei Befehle listen Partition 3 auf /dev/sdb auf.
partx --show - /dev/sdb3
listet alle Unterpartitionen auf /dev/sdb3 auf (wobei das Gerät als Gesamtlaufwerk betrachtet wird).
partx -o START -g --nr 5 /dev/sdb
gibt den Anfangssektor auf Partition 5 auf /dev/sda ohne Kopfzeile aus.
partx -o SEKTOREN,GRÖSSE /dev/sda5 /dev/sda
listet die Länge der Partition 5 auf /dev/sda in Sektoren in einem menschenlesbaren Format auf.
partx --add --nr 3:5 /dev/sdd
fügt alle verfügbaren Partitionen von 3 bis einschließlich 5 auf /dev/sdd hinzu.
partx -d --nr :-1 /dev/sdd
Entfernt die letzte Partition auf /dev/sdd.

addpart(8), delpart(8), fdisk(8), parted(8), partprobe(8)

Davidlohr Bueso
Karel Zak

Die ursprüngliche Version wurde von Andries E. Brouwer geschrieben.

LIBBLKID_DEBUG=all
aktiviert die Debug-Ausgabe für libblkid.

Der Befehl partx ist Teil des Pakets util-linux, welches aus dem Linux Kernel-Archiv. heruntergeladen werden kann.

Die deutsche Übersetzung dieser Handbuchseite wurde von Mario Blättermann <mario.blaettermann@gmail.com> und Helge Kreutzmann <debian@helgefjell.de> erstellt.

Diese Übersetzung ist Freie Dokumentation; lesen Sie die GNU General Public License Version 3 oder neuer bezüglich der Copyright-Bedingungen. Es wird KEINE HAFTUNG übernommen.

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Dezember 2014 util-linux