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UDEV(7) udev UDEV(7)

udev - Dynamische Geräteverwaltung

Udev versorgt die Systemsoftware mit Gereäteereignissen, verwaltet Berechtigungen von Geräteknoten und kann zusätzliche Symlinks im Verzeichnis /dev erstellen oder Netzwerkschnittstellen umbenennen. Der Kernel weist normalerweise bloß nicht vorhersagbare Gerätenamen basierend auf der Reihenfolge der Erkennung zu. Symlinks oder Netzwerkgerätenamen mit Bedeutung stellen eine Möglichkeit bereit, Geräte zuverlässig basierend auf ihren Eigenschaften oder der aktuellen Konfiguration zu identifizieren.

Immer wenn ein Gerät dem System hinzugefügt oder aus ihm entfernt wird oder wenn sich sein Zustand ändert, empfängt der Udev-Daemon systemd-udevd.service(8) ein Geräte-Uevent direkt vom Kernel. Wenn Udev ein Geräteereignis empfängt, prüft es seinen Satz an Konfigurationsregeln gegen die verschiedenen Geräteattribute, um das Gerät zu identifizieren. Passende Regeln können zur Speicherung von zusätzliche Geräteinformationen in der Udev-Datenbank führen oder zur Erstellung von aussagekräftigen Symlinknamen verwandt werden.

Alle von Udev verarbeiteten Geräteinformationen werden in der Udev-Datenbank gespeichert und an mögliche Ereignis-Abonnenten gesandt. Zugriff auf alle gespeicherten Daten und die Ereignisquellen werden durch die Bibliothek libudev bereitgestellt.

Die Udev-Regeln werden aus Dateien, die sich in den Systemregelverzeichnissen /usr/lib/udev/rules.d und /usr/local/lib/udev/rules.d, dem flüchtigen Laufzeitverzeichnis /run/udev/rules.d und dem lokalen Administrationsverzeichnis /etc/udev/rules.d befinden, gelesen. Alle Regeldateien werden gemeinsam sortiert und in lexikalischer Reihenfolge verarbeitet, unabhängig von den Verzeichnissen, in denen sie sich befinden. Allerdings ersetzen Dateien mit identischen Dateinamen einander. Dateien in /etc haben die höchste Priorität, Dateien in /run haben Vorrang vor Dateien mit dem gleichen Namen unter /usr. Damit kann bei Bedarf eine vom System bereitgestellte Regeldatei mit einer lokalen Datei außer Kraft gesetzt werden, ein Symlink in /etc mit dem gleichen Namen wie eine Regeldatei in /usr/lib, der auf /dev/null zeigt, deaktiviert die Regeldatei komplett. Regeldateien müssen die Erweiterung .rules tragen; andere Erweiterungen werden ignoriert.

Jede Zeile in der Regeldatei enthält mindestens ein Schlüssel-Wert-Paar. Ausnahmen sind nur leere Zeilen und Zeilen, die mit »#« beginnen; diese werden ignoriert. Es gibt zwei Arten von Schlüsseln: Übereinstimmung und Zuweisung. Falls alle Übereinstimmungsschlüssel mit ihren Werten übereinstimmen, werden die Regeln angewandt und die Zuweisungsschlüssel erhalten die festgelegten Werte zugewiesen.

Eine Übereinstimmungsregel kann eine Netzwerkschnittstelle umbenennen, Symlinks hinzufügen, die auf Geräteknoten zeigen oder ein bestimmtes Programm als Teil der Ereignisverarbeitung ausführen.

Eine Regel besteht aus einer Kommata-getrennten Liste von einem oder mehreren Schlüssel-Wert-Paaren. Jeder Schlüssel hat eine eindeutige Aktion, abhängig vom verwandten Operator. Gültige Operatoren sind:

"=="

Prüft auf Gleichheit.

"!="

Prüft auf Ungleichheit.

"="

Weist einen Wert einem Schlüssel zu. Schlüssel, die eine Liste darstellen, werden zurückgesetzt und nur dieser einzelne Wert wird zugewiesen.

"+="

Fügt einen Wert zu einem Schlüssel, der eine Liste von Einträgen hält, hinzu.

"-="

Entfernt einen Wert von einem Schlüssel, der eine Liste von Einträgen hält.

":="

Weist einem Schlüssel abschließend einen Wert zu; spätere Änderungen werden nicht erlaubt.

Die nachfolgenden Namen können zum Vergleichen mit Geräteeigenschaften verwandt werden. Einige dieser Schlüssel passen auch auf Eigenschaften der in Sysfs übergeordneten Geräte, nicht nur auf das Gerät, das das Ereignis erstellt hat. Falls in einer Regel mehrere Schlüssel, die auf ein übergeordnetes Gerät passen, festgelegt werden, müssen sämtliche Schlüssel auf ein und das gleiche übergeordnete Gerät passen.

ACTION

Passt auf den Namen der Ereignisaktion.

DEVPATH

Passt auf den Gerätepfad des Ereignisgerätes.

KERNEL

Passt auf den Namen des Ereignisgerätes.

NAME

Passt auf den Namen der Netzwerkschnittstelle. Er kann verwandt werden, sobald in einer der vorhergehenden Regeln der Schlüssel NAME gesetzt wurde.

SYMLINK

Passt auf den Symlink, der auf den Knoten zielt. Er kann verwandt werden, sobald in einer der vorhergehenden Regeln der Schlüssel SYMLINK gesetzt wurde. Es kann mehrere Symlinks geben, es muss nur einer übereinstimmen.

SUBSYSTEM

Passt auf das Untersystem des Ereignisgerätes.

DRIVER

Passt auf den Treibernamen des Ereignisgerätes. Setzen Sie diesen Schlüssel nur für Geräte, die zum Zeitpunkt des Ereignisses an den Treiber gebunden sind.

ATTR{Dateiname}

Passt auf Sysfs-Attributwerte des Ereignisgerätes. Nachfolgender Leerraum im Attributwert wird ignoriert, außer der festgelegte Übereinstimmungswert enthält selbst abschließenden Leerraum.

SYSCTL{Kernelparameter}

Passt auf einen Kernelparameterwert.

KERNELS

Durchsucht den Gerätepfad nach oben auf passende Gerätenamen.

SUBSYSTEMS

Durchsucht den Gerätepfad nach oben auf passende Geräteuntersystemnamen.

DRIVERS

Durchsucht den Gerätepfad nach oben auf passende Gerätetreibernamen.

ATTRS{Dateiname}

Durchsucht den Gerätepfad nach oben auf ein Gerät mit passenden Sysfs-Attributwerten. Falls mehrere ATTRS-Treffer festgelegt sind, müssen alle von ihnen auf das gleiche Gerät passen. Nachfolgender Leerraum in Attributwerten wird ignoriert, außer der festgelegte Trefferwert selbst enthält abschließenden Leerraum.

TAGS

Durchsucht den Gerätepfad nach oben auf ein Gerät mit passender Markierung.

ENV{Schlüssel}

Passt auf einen Geräteeigenschaftswert.

CONST{Schlüssel}

Passt auf eine systemweite Konstante. Unterstützte Schlüssel sind:

"arch"

Architektur des Systems. Siehe ConditionArchitecture= in systemd.unit(5) für mögliche Werte.

"virt"

Virtualisierungsumgebung des Systems. Siehe systemd-detect-virt(1) für mögliche Werte.

Unbekannte Schlüssel passen niemals.

TAG

Passt auf eine Gerätemarkierung

TEST{oktale Modusmaske}

Testet auf die Existenz einer Datei. Falls notwendig kann eine oktale Modusmaske festgelegt werden.

PROGRAM

Führt ein Programm aus, um zu prüfen, ob es passt; der Schlüssel ist wahr, falls das Programm sich erfolgreich beendet. Die Geräteeigenschaften werden dem ausgeführten Programm in der Umgebung zur Verfügung gestellt. Die Standardausgabe des Programms ist im Feld RESULT verfügbar.

Dies kann nur für sehr kurz laufende Vordergrundprozesse verwandt werden. Für Details, siehe RUN.

Beachten Sie, dass mehrere PROGRAM-Schlüssel in einer Regel festgelegt werden dürfen und dass »=«, »:=« und »+=« die gleiche Auswirkung wie »==« haben.

RESULT

Passt auf die Zeichenkette, die beim letzten Aufruf von PROGRAM zurückgeliefert wurde. Dieser Schlüssel kann im gleichen Aufruf wie PROGRAM oder jedem späteren verwandt werden.

Die meisten Felder unterstützen Shell-Glob-Muster-Vergleiche und alternative Muster. Die folgenden Sonderzeichen werden unterstützt:

"*"

Passt auf ein oder mehrere Zeichen.

"?"

Passt auf jedes einzelne Zeichen.

"[]"

Passt auf jedes einzelne, innerhalb der Klammern festgelegte Zeichen. Die Musterzeichenkette »tty[SR]« würde beispielsweise auf entweder »ttyS« oder »ttyR« passen. Mittels des Zeichens »-« werden auch Bereiche unterstützt. Um beispielsweise auf den Bereich aller Ziffern zu passen, könnte das Muster »[0-9]« verwandt werden. Falls das erste Zeichen nach dem »[« ein »!« ist, dann passen alle nicht eingeschlossenen Zeichen.

"|"

Trennt alternative Muster. Die Musterzeichenkette »abc|x*« passt entweder auf »abc« oder auf »x*«.

Den folgenden Schlüsseln können Werte zugewiesen werden:

NAME

Der für eine Netzwerkschnittstelle zu verwendende Name. Siehe systemd.link(5) für einen abstrakteren Mechanismus zum Setzen von Schnittstellennamen. Der Name eines Geräteknotens kann durch Udev nicht geändert werden, es können nur zusätzliche Symlinks erstellt werden.

SYMLINK

Der Name eines Symlinks, der auf den Knoten zielt. Jede passende Regel fügt diesen Wert zu der Liste der zu erstellenden Symlinks hinzu.

Die Menge der Zeichen zur Benennung eines Symlinks ist begrenzt. Die erlaubten Zeichen sind »0-9A-Za-z#+-.:=@_/«, gültige UTF-8-Zeichensequenzen und »\x00«-Hexadezimalkodierung. Alle anderen Zeichen werden durch ein »_« ersetzt.

Es können mehrere Symlinks festgelegt werden, indem die Namen durch Leerzeichen getrennt werden. Falls mehrere Geräte den gleichen Namen beanspruchen, zeigt der Link immer auf das Gerät mit der höchsten »link_priority«. Falls das aktuelle Gerät verschwindet, werden die Links neu bewertet und das Gerät mit der nächst höchsten »link_priority« wird der Eigentümer des Links. Falls keine »link_priority« festgelegt ist, ist die Reihenfolge der Geräte (und welchem davon der Link gehört) nicht definiert.

Symlink-Namen dürfen niemals mit dem Vorgabegeräteknotennamen des Kernels in Konflikt stehen, da dies zu unvorhersagbarem Verhalten führen würde.

OWNER, GROUP, MODE

Die Rechte für den Geräteknoten. Jeder festgelegte Wert setzt den einkompilierten Vorgabewert außer Kraft.

SECLABEL{Modul}

Wendet das festgelegte Linux-Security-Modul-Label auf den Geräteknoten an.

ATTR{Schlüssel}

Der Wert, der zu einem Sysfs-Attribut des Ereignisgerätes geschrieben werden soll.

SYSCTL{Kernelparameter}

Der Wert, der in den Kernelparameter geschrieben werden soll.

ENV{Schlüssel}

Setzt einen Geräteeigenschaftswert. Eigenschaftsnamen, die mit einem ».« beginnen, werden weder in der Datenbank gespeichert noch an externe Ereignisse oder externe Werkzeuge (die beispielsweise vom Vergleichsschlüssel PROGRAM ausgeführt werden) exportiert.

TAG

Hängt eine Markierung an ein Gerät. Dies wird zum Filtern von Ereignissen für Benutzer der Monitor-Funktionalität von Libudev oder zur Aufzählung einer Gruppe von markierten Geräten verwandt. Die Implementierung kann nur effizient arbeiten, falls nur wenige Markierungen an ein Gerät angehängt werden. Dies ist nur zur Verwendung in Zusammenhängen mit bestimmten Gerätefilteranforderungen und nicht als Allzweckmarkierung gedacht. Umfangreiche Verwendung kann zu einer ineffizienten Ereignisbehandlung führen.

RUN{Typ}

Legt ein Programm fest, das nach der Verarbeitung aller Regeln für das Ereignis ausgeführt werden soll. Mit »+=« wird diese Ausführung zu der Liste hinzugefügt und mit »=« oder »:=« ersetzt sie sämtlichen vorherigen Inhalt der Liste. Bitte beachten Sie, dass beide nachfolgend beschriebenen Typen »program« und »builtin« eine einzige Liste verwenden, so dass das Bereinigen der Liste mit »:=« und »=« beide Typen betrifft.

type kann sein:

"program"

Führt ein externes Programm aus, das als übergebener Wert festgelegt ist. Falls kein absoluter Pfad übergeben ist, dann muss sich das Programm in /usr/lib/udev befinden; andernfalls muss der absolute Pfad festgelegt werden.

Dies ist die Vorgabe, falls kein Typ festgelegt ist.

"builtin"

Wie program, verwendet aber eines der eingebauten Programme statt eines externen.

Der Programmname und die nachfolgenden Argumente sind durch Leerzeichen getrennt. Einfache englische Anführungszeichen können zur Festlegung von Argumenten mit Leerzeichen verwandt werden.

Dies kann für sehr kurz laufende Vordergrundprozesse verwandt werden. Läuft ein Ereignisprozess für längere Zeitperioden, dann können alle weiteren Ereignisse für dieses oder abhängige Geräte blockiert sein.

Beachten Sie, dass laufende Programme, die auf das Netzwerk zugreifen oder Dateisysteme ein-/aushängen, innerhalb von Udev-Regeln aufgrund der in systemd-udevd.service erzwungenen Standard-Sandbox nicht erlaubt sind.

Das Starten von Daemons oder langlaufenden Prozessen ist nicht erlaubt, der mit Fork erzeugte Prozess wird nach Abschluss der Ereignisbehandlung bedingungslos getötet, unabhängig davon, ober er sich in den Hintergrund geschoben hat. Um aus Udev-Regeln heraus langlaufende Prozesse zu aktivieren, sollten Sie eine Dienste-Unit bereitstellen und diese mittels der Geräteeigenschaft SYSTEMD_WANTS durch eine Udev-Regel hereinziehen. Siehe systemd.device(5) für Details.

LABEL

Ein benanntes Sprungziel, zu dem ein GOTO springen kann.

GOTO

Springt zu dem nächsten LABEL mit einem passenden Namen.

IMPORT{Typ}

Importiert eine Gruppe von Variablen als Geräteeigenschaften, abhängig vom Typ:

"program"

Führt ein externes Programm aus, das als zugewiesener Wert festgelegt ist und, falls es erfolgreich zurückkehrt, importiert dessen Ausgabe, die in einem Umgebungsschlüsselformat vorliegen muss. Pfadfestlegungen, Befehls-/Argumenttrennung und Maskierung funktionieren wie in RUN.

"builtin"

Ähnlich zu »program«, verwendet aber eines der eingebauten Programme statt eines externen.

"file"

Importiert eine Textdatei, festgelegt als zugewiesener Wert, deren Inhalt in einem Umgebungsschlüsselformat vorliegen muss.

"db"

Importiert eine einzelne Eigenschaft, die als zugewiesener Wert aus der aktuellen Gerätedatenbank festgelegt ist. Dies funktioniert nur, wenn die Datenbank bereits durch ein früheres Ereignis gefüllt ist.

"cmdline"

Importiert eine einzelne Eigenschaft von der Kernelbefehlszeile. Für einfache Schalter wird der Wert der Eigenschaft auf »1« gesetzt.

"parent"

Importiert gespeicherte Schlüssel vom übergeordneten Gerät durch Lesen der Datenbankeinträge des übergeordneten Gerätes. Der IMPORT{parent} zugewiesene Wert wird als Filter für zu importierende Schlüsselnamen verwandt (wobei die gleiche Shell-Glob-Musterüberprüfung wie bei Vergleichen verwandt wird).

Dies kann nur für sehr kurz laufende Vordergrundprozesse verwandt werden. Für Details siehe RUN.

Beachten Sie, dass in einer Regel mehrere IMPORT{}-Schlüssel festgelegt werden können und dass »=«, »:=« und »+=« die gleiche Auswirkung wie »==« haben. Der Schlüssel ist wahr, falls der Import erfolgreich war, außer »!=« wurde als Operator verwandt, dieser führt dazu, dass der Schlüssel wahr wird, falls der Import fehlschlug.

OPTIONS

Regeln und Geräteoptionen:

link_priority=Wert

Legt die Priorität der erstellten Symlinks fest. Geräte mit höherer Priorität überschreiben existierende Symlinks anderer Geräte. Die Vorgabe ist 0.

string_escape=none|replace

Normalerweise werden Steuer- und andere möglicherweise unsichere Zeichen in Zeichenketten für die Gerätebenennung ersetzt. Der Ersetzungsmodus kann mit dieser Option festgelegt werden.

static_node=

Wendet die in dieser Regel festgelegten Berechtigungen auf die statischen Geräteknoten mit dem festgelegten Namen an. Erzeugt auch für jede in dieser Regel festgelegte Markierung einen Symlink im Verzeichnis /run/udev/static_node-tags/Markierung, der auf den statischen Geräteknoten mit dem festgelegten Namen zeigt. Die Erstellung statischer Geräteknoten wird durch Systemd-tmpfiles vor dem Start von Systemd-udevd durchgeführt. Die statischen Knoten müssen kein entsprechendes Kernelgerät haben; sie werden beim Zugriff zum Auslösen des automatischen Ladens von Kernelmodulen verwandt.

watch

Beobachtet den Geräteknoten mit Inotify; wenn der Knoten nach der Verwendung zum Schreiben geschlossen wird, dann wird ein Änderungs-Uevent erzeugt.

nowatch

Deaktivert die Beobachtung eines Geräteknotens mit Inotify.

db_persist

Setzt den Schalter (Sticky-Bit) für den Udev-Datenbankeintrag des Ereignisgeräts. Geräteeigenschaften werden dann in der Datenbank behalten, selbst wenn udevadm info --cleanup-db aufgerufen wird. In bestimmten Fällen kann diese Option für dauerhafte Geräte beim Übergang vom Initramfs nützlich sein (z.B. Device-Mapper-Geräte).

Die Felder NAME, SYMLINK, PROGRAM, OWNER, GROUP, MODE, SECLABEL und RUN unterstützen einfache Zeichenkettenersetzungen. Die RUN-Ersetzung wird durchgeführt, nachdem alle Regeln verarbeitet wurden, direkt bevor das Programm ausgeführt wird, wodurch die Verwendung von Geräteeigenschaften ermöglicht wird, die in vorherigen Regeln gesetzt wurden. Für alle anderen Felder wird die Ersetzung durchgeführt, während die individuelle Regel verarbeitet wird. Die verfügbaren Ersetzungen sind:

$kernel, %k

Der Kernelname für dieses Gerät.

$number, %n

Die Kernelnummer für dieses Gerät. Beispielsweise hat »sda3« die Kernelnummer »3«.

$devpath, %p

Der Gerätepfad des Gerätes.

$id, %b

Der Name des passenden Gerätes beim Aufwärtsdurchsuchen des Gerätepfades nach SUBSYSTEMS, KERNELS, DRIVERS und ATTRS.

$driver

Der Treibername des passenden Gerätes beim Aufwärtsdurchsuchen des Gerätepfades nach SUBSYSTEMS, KERNELS, DRIVERS und ATTRS.

$attr{Datei}, %s{Datei}

Der Wert eines Sysfs-Attributs, das bei einem Gerät gefunden wird, bei dem alle Schlüssel der Regel übereinstimmen. Falls das passende Gerät kein solches Attribut hat und ein vorhergehender KERNELS-, SUBSYSTEMS-, DRIVERS- oder ATTRS-Test ein übergeordnetes Gerät ausgewählt hat, dann wird das Attribut vom übergeordneten Gerät verwandt.

Falls das Attribut ein Symlink ist, wird das letzte Element des Symlink-Ziels als Wert zurückgegeben.

$env{Schlüssel}, %E{Schlüssel}

Ein Geräteeigenschaftswert.

$major, %M

Die Major-Nummer des Kernels für das Gerät.

$minor, %m

Die Minor-Nummer des Kernels für das Gerät.

$result, %c

Die Zeichenkette, die von dem mit PROGRAMM erbetenen externen Programm zurückgeliefert wurde. Ein einzelner, durch ein Leerzeichen getrennter Teil der Zeichenkette kann durch Angabe einer Teilnummer als Attribut ausgewählt werden: » %c{N}«. Falls der Nummer ein »+« folgt, wird dieser Teil sowie alle verbliebenen Teile der Ergebniszeichenkette ersetzt: »%c{N+}«.

$parent, %P

Der Knoten-Name des übergeordneten Geräts.

$name

Der aktuelle Name des Geräts. Falls nicht durch eine Regel geändert, ist dies der Name des Kernelgeräts.

$links

Eine Leerzeichen-getrennte Liste der aktuellen Symlinks. Der Wert wird nur während eines Entfernungsereignisses gesetzt oder falls eine frühere Regel einen Wert zuwies.

$root, %r

Der Wert udev_root.

$sys, %S

Der Sysfs-Einhängepunkt.

$devnode, %N

Der Name des Geräteknotens.

%%

Das Zeichen »%« selbst.

$$

Das Zeichen »$« selbst.

systemd-udevd.service(8), udevadm(8), systemd.link(5)

Die deutsche Übersetzung dieser Handbuchseite wurde von Helge Kreutzmann <debian@helgefjell.de> erstellt.

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